iRobot Roomba

iRobot Roomba Discovery - Staubsaugerroboter

Die Roomba-Staubsaugerroboter vom iRobot sind die Klassiker, wenn es um autonomes staubsaugen von Böden geht. Seit seiner Einführung 2002 wurden knapp 10 Millionen dieser kleinen Helferlein verkauft.

Meinen ersten musste ich noch aus den USA importieren und persönlich beim Zoll abholen um die Einfuhrumsatzsteuer zu bezahlen. Neben der Basisstation steht bis heute der Trafo, der aus den 220 Volt des deutschen Stromnetzes die passenden 110 Volt für amerikanische Geräte bereitstellt. Mein erster, ein Discovery aus dem Jahr 2004, erfüllt bis heute seine Hauptaufgabe – den Boden von Staub und Fusseln befreien – zuverlässig.

Im Laufe der Jahre hat sich einiges getan, Roombas kann man jetzt auch in Deutschland kaufen. Auch technisch ist die Entwicklung in den letzten 11 Jahren nicht stehen geblieben. Beim meinem ersten Modell aus der 400er-Serie musste ich noch alle auf dem Boden herumliegenden Kabel hochlegen oder mit den iRobot Leuchttürmen markieren. Hohe Teppichkanten stellten ein unüberwindbares Hindernis dar und Fransen am Teppich haben ab 3 cm Länge den kleinen autonomen Staubsauger zuverlässig eingefangen.

Inzwischen sind die Roombas wesentlich ausgereifter, mit der 2013 eingeführten 800er-Serie ist die Reinigungsleistung im Vergleich zu den Vorgängermodellen noch einmal deutlich gesteigert worden. An Kabeln und Teppichfransen bleibt das aktuelle Top-Modell, der Roomba 871, nur noch selten hängen. Geblieben sind die zuverlässigen Funktionen der alten Serien:

  • Optische Sensoren erkennen zuverlässig Treppen und vermeiden einen Absturz an Treppenstufen.
  • Mit den sogenannten Leuchttürmen kann man den Arbeitsbereich der Roombas einschränken.
  • Hindernisse erkennt der Staubsauger durch anstupsen mit der vorderen Stoßstange. Das geschieht relativ sanft, die Ming-Vase würde ich zur Sicherheit trotzdem lieber nicht im Sauggebiet stehen lassen.

Was sollte man nicht erwarten?

Saugleistung wie ein Handstaubsauger
Die Wirkung der Roboterstaubsauger, egal ob Roomba oder eine andere Marke, ist nicht 1:1 mit einem manuellen Staubsauger zu vergleichen. Ein normaler Handstaubsauger ist einfach leistungsstärker und saugt mehr auf. Die Reinigungsleistung an sich ist aber durchaus vergleichbar, da das Verfahren grundlegend anders ist. Das Reinigungsverfahren der automatischen Staubsauger basiert nicht nur auf saugen, der Boden wird auch gleichzeitig mit rotierenden Bürsten abgefegt.

Lautlose Reinigung
Alle Roboterstaubsauger sind laut. Manche sind sogar lauter als der Handstaubsauger, andere sind etwas leiser, als das manuelle Modell. Keiner ist aber so leise, dass man ihn nachts unter seinem Bett auf Tour schicken möchte. Selbst wenn der Roomba im Nebenzimmer bei geschlossener Tür saugt werden nur die wenigsten nicht aufwachen.

Was ist anders?

Der nächstliegendste Vorteil ist die Größe. Die Roombas kommen spielend unter das Bett oder den Kleiderschrank. Das erreicht man mit einem klassischen Staubsauger, wenn überhaupt, nur mit artistischen Verrenkungen.

Durch die rotierenden Bürsten werden Haare deutlich besser aufgenommen als mit dem klassischen Staubsauger. Dies ist vor allen Dingen für Hunde- und Katzenhalter ein enormer Vorteil.

Der kleine Roboter ist autonom. Das ist der eigentliche Vorteil. Man geht zur Arbeit oder einkaufen und der kleine dienstbare Helfer macht in der Zwischenzeit sauber.

Die Pflege der Staubsaugerroboter ist ein wenig anders. Statt eines Staubsaugerbeutels besitzen die Saugroboter eine Schublade, die regelmäßig geleert werden will. Außerdem müssen regelmäßig mit einem Spezialwerkzeug die rotierenden Bürsten und die Lager von Haaren befreit werden. Sonst sinkt die Reinigungsleistung oder man riskiert im schlimmsten Fall sogar einen Lagerschaden an den Bürstenlagern.

Wie redet das Smarthome mit dem Roomba?

Zum Glück für den Hausautomatisierer haben die Roombas ein Interface, über das die einzelnen Funktionen ausgelöst und der Status abgefragt werden kann.
Mit ein klein wenig Elektronik kann man dieses Interface beispielsweise mit XBEEs verbinden und so seinen Roomba fernsteuern und überwachen. Wie die Anbindung und Steuerung zum Beispiel per IP-Symcon funktioniert, wird hier beschrieben. Das funktioniert bei mir seit einigen Jahren problemlos, sobald das Smarthome erkennt, dass keiner mehr zuhause ist, legt der Roomba los und macht sauber. Falls ich vergessen habe meinem alten Discovery vorher die Kabel aus dem Weg zu räumen, wartet er meistens schon jämmerlich fiepend in einer Ecke auf mich, damit ich ihn endlich befreie.

Wer die Anbindung an die Haussteuerung nicht selbst basteln möchte und einen Roomba der 500er oder 600er Serie besitzt kann die Anbindung auch mit dem Add-on von Thinking Cleaner bewerkstelligen.


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