Smarthomesoftware – FHEM

FHEM Smarthome-Software

FHEM steht für „Freundliche Hausautomatisierung und Energie-Messung“ und ist eine unter GPL veröffentlichte Automatisierungssoftware für Smarthomes. Die Software wird federführend von Rudolf König entwickelt, ist in Perl geschrieben und steht für sehr viele Plattformen zur Verfügung. Eine Zeit lang war FHEM sogar in eine spezielle Firmware der Fritzbox eingebaut. Mit dem Update auf FritzOS 6.20 endete diese Unterstützung leider Mitte 2014.
Automatisierungsabläufe in FHEM werden in einer eigenen Sprache programmiert, diese kann aber auch beliebig mit Perl-Skripten kombiniert werden. FHEM ist äußerst flexibel, mit dieser Software lassen sich nahezu alle Automatisierungsaufgaben erledigen. Durch die recht weite Verbreitung und die hilfreiche Community erhält man für die meisten Probleme schnell Unterstützung.
FHEM geht sehr sparsam mit den zur Verfügung gestellten Ressourcen um, als Server reicht sogar ein Raspberry Pi aus.

Zum Einstieg empfiehlt sich ein Blick in das FHEM-Wiki, mit seinen knapp 400 Seiten findet man hier die Antwort auf die meisten offenen Fragen.

Visualisierung

FHEM beinhaltet eine einfache Weboberfläche zur Steuerung des Smarthomes. Wer ein wenig Ahnung von HTML und CSS hat, kann sich die Oberfläche nach seinen eigenen Vorstellungen anpassen. Mit etwas Geschick lässt sich das eigene Zuhause im Stil der Enterprise per LCARS steuern.

FHEM LCARS Interface

Fremdanbieter haben auch für Smartphones mit iOS (FHEMobile, 4,99 EUR im Appstore) und Android (andFHEM, werbefinanziert, kostenlos im Playstore) native Apps entwickelt.

Unterstützte Systeme 1-Wire
AVM-Fritzbox
Arduino
Buderus Webgateway
CUL
DMX
EIB/KNX
EMS
EnOcean
FS20
FHT
HMS
HomeEasy
HomeMatic
MAX!
Vitotronic 200
X10
Z-Wave
und einige weitere
Programmiersprache Perl
Lizenzmodell GPL
Kosten kostenlos
Hersteller www.fhem.de

Fazit

Man braucht einige Zeit, bis man sich in die Logik und die Skriptsprache von FHEM eingearbeitet hat. Nach der Einarbeitung steht einem dann aber ein System mit einer großen Auswahl an unterstützten Geräten zur Verfügung, für die man recht einfach die Logik programmieren kann. Das FHEMWiki und das Forum bieten Neulingen mit ihrer guten und umfangreiche Dokumentation eine hervorragende Hilfe beim Einstieg. Außerdem steht FHEM kostenlos zur Verfügung neben ein wenig Freizeit muss man zum ausprobieren dieser Haussteuerung also nichts weiter investieren.

Bilder: Boris Kohnke, FHEM.de

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