Smarthomesoftware – IP-Symcon

IP-Symcon Konsole

IP-Symcon ist eine herstellerunabhängige Software zur Steuerung von Smarthomes. Wer sich einmal auf IP-Symcon eingeschossen hat, möchte wahrscheinlich nie wieder ein anderes System benutzen. Mir ging es jedenfalls genau so. Nachdem ich einige Systeme für meine Hausautomation ausprobiert habe und jedes Mal unüberwindbare Grenzen gefunden habe, bin ich bei IP-Symcon gelandet. Nahezu alles lässt sich an diese Software anbinden und was gerade für den Anfänger nicht zu unterschätzen ist: es gibt eine sehr aktive und vor allen Dingen hilfsbereite Community.
Die Bandbreite der kompatiblen Aktoren und Sensoren ist riesig, alle wichtigen Hausautomations-Systeme werden nativ unterstützt. Falls ein Gerät nicht nativ unterstützt wird gibt es häufig die Möglichkeit das Gerät über eine gerätespezifische API zu steuern oder integrierte Webserver der Geräte zu benutzen.
Die eigentliche Logik wird in der Skriptsprache PHP programmiert. Die Verwendung von PHP, einer normalen, weit verbreiteten Programmiersprache, macht es einfach diese zu erlernen. Inzwischen ist IP-Symcon deutlich teurer als in der Anfangszeit geworden. Die Kosten für eine Lizenz richten sich nach der Anzahl der verwendeten Variablen und damit nach dem Umfang der Nutzung des Systems.

Visualisierung

IP-Symcon bietet mehrere integrierte Möglichkeiten das Smarthome zu visualisieren und zu steuern. Neben einer Dashboard genannten Lösung zum zusammenklicken einer Benutzeroberfläche ist eine fast automatische Variante eines Webinterfaces, Webfront genannt, enthalten. Auf dem Webfront basieren auch die Visualisierungen der Apps für Android-Smartphones und iPhones. Natürlich kann man sich auch eine Webseite selbst basteln und die Verbindung zum Smarthome-Server über die softwarespezifischen PHP-Befehle herstellen.

IP-Symcon Dashbord
IP-Symcon Dashbord
IP-Symcon Webfront
IP-Symcon Webfront
IP-Symcon selbsterstelltes Interface
IP-Symcon selbsterstelltes Interface

 

Unterstützte Systeme 1-WireALLNETdigitalSTROMDMX LichttechnikEaton xComfort

EIB/KNX

EnOcean

FS20

FS10 Wetter

HomeMatic

IPS-868

IR Trans

LCN

Modbus RTU/TCP

Siemens OZW

SPS: Siemens, Vipa

SPS: Wago, Beckhoff, ABB

Technische Alternative

W&T

XBee

ZigBee

Z-Wave

diverse Wetterstationen

Programmiersprache PHP
Lizenzmodell Proprietär
Kosten 100 – 500 Euro nach Anzahl der verwendeten Variablen
Hersteller www.ip-symcon.de

Fazit

Wer PHP beherrscht oder es sich zutraut PHP zu lernen bekommt mit IP-Symcon eines der flexibelsten Steuerungs-Systeme, welches zurzeit auf dem Markt erhältlich ist. Die Unterstützung der verschiedensten Hausautomationssystem sucht ebenfalls seines gleichen.

4 comments on “Smarthomesoftware – IP-Symcon

  1. Das Smart Home hat sich bisher als Wunschtraum erwiesen und es wird auch voraussichtlich so bleiben. Es ist eine Illusion wie der Kühlschrank mit Internetanschluss der sich die zu Ende gehende Milch selbst bestellt. Die Vernetzung von Haushaltsgeräten verursacht sowohl bei den Geräten selbst sehr hohe Kosten durch die Zusatzelektronik als auch bei der Verkabelung und bei der Anbindung von Smarten Stromzählern, die auch einen Rückkanal zum Versorger benötigen. Analysiert man die Nutzergewohnheiten, stellt man rasch fest dass das Strom-Einsparpotential relativ bescheiden ist. Zudem verliert der Nutzer von tageszeitabhängigen Stromtarifen schnell den Überblick über die Kosten pro kWh, weil es keinen festen Strompreis mehr gibt. Einen Vergleich mit Wettbewerbern die dann ein anderes Kosten-Tageszeitprofil haben, ist fast so schwer wie der Vergleich von Mobilfunktarifen und der Stromanbieterwechsel könnte auch erschwert werden. Hinzu kommt noch dass leicht vergessen wird, dass mit dem smarten Hausnetz der Stand-by Verbrauch drastisch ansteigt, gegen den man dann nichts tun kann. Gerade haben die Verbraucher gelernt, dass sie PC und Unterhaltungselektronik über eine Steckdosenleiste abschalten sollen. Jetzt kommen plötzlich bis zu 20 vernetzte Geräte hinzu, die ebenfalls einen Stand-by Verbrauch haben. Wenn jedes Gerät im Stand-by nur 1 Watt verbraucht, dann sind das schon 50€ im Jahr. Die Strom-Mehrkosten durch das Smarte Heimnetz plus den Mehrkosten für die vernetzten Haushaltsgeräte sowie die Kosten für die Netzwerkinstallation werden so hoch sein dass sich dies niemals in der Lebenszeit des Nutzers über dessen Stromrechnung amortisiert. Und noch ein letztes Argument. Seinen wir realistisch, es ist nicht das Interesse der Versorger dem Kunden billigen Strom anzubieten, sondern wie jedes Unternehmen einen vernünftigen Profit zu machen, was ja durchaus legitim ist. Kein Versorger wird daher seinen Kunden einen flexiblen Stromtarif bieten, mit dem er weniger verdient als zuvor. Die niedrigeren Kosten in Schwachlastzeiten wird er durch höhere kWh-Preise in Starklastperioden kompensieren. Helfen wird dem Versorger die Trägheit der Verbraucher, die am Anfang motiviert sind preiswerten Strom zu nutzen was sich aber wenn es unbequem wird, dann schnell abschleift, was viele Untersuchungen erwiesen haben. Am Ende fällt der Verbraucher wieder in seine alten Gewohnheiten zurück und er verbraucht nicht viel weniger, hat aber höhere Investitionen für Haushaltsgeräte und auch höhere Kosten für den Netzbetrieb durch den Stand-by Verbrauch.

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