Homematic öffnet sich für Entwickler

eQ-3_CCU2

Homematic ist das Smarthome-Funksystem mit der weitesten Verbreitung in Deutschland. Wer mit einer Haussteuerungssoftware von Fremdanbieter auf Homematic-Geräte zugreifen wollte hat dies bis jetzt meistens über die XML-RPC-Schnittstelle (Extensible-Markup-Language-Remote-Procedure-Call-Schnittstelle) der CCU2 gemacht.

Bereits vor vier Jahren hat der Homematic-Hersteller eQ-3 diesen ersten Schritt zur Öffnung des Homematic-Systems für Entwickler gemacht. Seit der Veröffentlichung der XML-RPC-Schnittstelle  können Hausautomatisierer eigene Homematic-Applikationen komfortabel mit einer objektorientierten Schnittstelle implementieren, ohne sich selbst in die Details des Homematic-Funkprotokolls einarbeiten zu müssen.

Nun geht eQ-3 einen Schritt weiter und stellt die Software der CCU2 als Software Development Kit (SDK) zur Verfügung und gestattet ausdrücklich die Erweiterung und Modifizierung der Software. Die Homematic-Community begrüßt diesen Schritt, da die Homematic-Software nun auch auf fremden Hardware-Plattformen von Drittanbietern für kommerzielle und nicht kommerzielle Zwecke genutzt werden kann. Dies geschieht auf Basis einer dauerhaften Lizenz, die an die Eclipse Public License (EPL) angelehnt ist.

Unter der Bezeichnung „Homematic-OCCU-SDK“ (Open-Central-Control-Unit-SDK) steht das Softwarepaket ab 02. April zum Download über die eQ-3-Webseite (http://www.eq-3.de/Downloads/Software/Software_Development_Kit/HM-OCCU-SDK-1.0.0.tgz) zur Verfügung. Zurzeit werden SDKs für die Prozessorarchitekturen ARM, MIPS und x86 angeboten. Wie eQ-3 weiter mitteilt, werden aber bei Bedarf weitere Prozessorarchitekturen hinzukommen.

Die Einbindung in eine externe Steuerungssoftware, wie z. B. IP-Symcon, wurde bis jetzt immer über die CCU2, die man aber nicht wirklich brauchte oder über den LAN-Konfigurationsadapter, CUL oder CUNO vorgenommen, was meistens etwas frickelig war. Vielleicht kommen im Fahrwasser des SDK zukünftig Lösungen auf den Markt, die eine Anbindung an das Gehirn des Smarthomes erleichtern.

Foto: eQ-3


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