Erste ULE-Geräte zertifiziert

VTech Wireless Monitoring Solutions

VTech

Nachdem VTech auf der CES 2015 einige Smarthome-Sensoren und -Aktoren angekündigt hat, haben diese jetzt das offizielle Zertifizierungsverfahren der ULE-Alliance durchlaufen. Die Geräte benutzen den, noch nicht so verbreiteten, Funkstandard DECT ULE, der gegenüber anderen Funkverbindungen einige Vorteile, wie z. B. ein spezielles reserviertes Frequenzband außerhalb der Bereiche von WLAN und Bluetooth und einen geringen Stromverbrauch aufweist. Bei den zertifizierten Sensoren handelt es sich um zwei Garagentorsensoren (VC7001 und VS003) und zwei Sensoren die das Öffnen von Türen und Fenster überwachen (VC7002 und VS001).

Crow

Neben den VTech-Produkten haben auch fünf Produkte der israelischen Firma Crow die Zertifizierung der ULE-Alliance erhalten. Die Bewegungsmelder CR-DU-PIR, CR-DUS-PIR, der Tür-/Fenstersensor mit Reedkontakten CR-DU-MAG, der Wassermelder CR-DU-FLD und der Temperatursensor CR-DU-TMP.

Die Geräte von beiden Firmen sind batteriebetrieben und sollen bis zu vier Jahren mit einer Batterieladung funken können.

AVM

Schon seit 2012 funken die weit verbreiteten Fritzboxen (z. B. 3390 und 7360) der Berliner Firma AVM per DECT ULE. Sie können als Smarthome-Zentrale beispielsweise die Eurotronic 700100406 Comet DECT Heizkörperthermostateansteuern. Zur Zeit sind die Fritzboxen noch nicht zertifiziert.

ULE-Alliance

Eine Zertifizierung der ULE-Alliance soll das Zusammenspiel von DECT ULE-Geräten verschiedener Hersteller sicherstellen. Mitglieder der ULE-Alliance sind unter anderem AVM, Panasonic, Cisco und Zyxel.

Fazit

Ein interessanter neuer Funkstandard mit Potential, der allein schon wegen der einfachen Anbindung an die Fritzboxen einfach zu implemetieren ist. Ob DECT ULE eine weite Verbreitung finden wird, hängt davon ab ob zügig neue Geräte auf den Markt kommen, die diesem Standard entsprechen.


9 comments on “Erste ULE-Geräte zertifiziert

  1. Hallo zusammen,
    meine Frage ist ob im Dect ule wie im alt Dect permanent gefunkt wird oder wie im anderen Funkbetrieb im Smarthome nur bei Auslösung.
    Vielen Dank vorab

    1. Die Sensoren und Aktoren werden in einen zyklischen Tiefschlaf versetzt und funken nur, wenn sie aktiv abgefragt werden oder ein Ereignis (Temperaturänderung, Fenster auf…) am Sensor ansteht. Sonst würde es auch schwierig werden die zugesagten Batteriekaufzeiten von deutlich über einem Jahr (aus zwei AA-Zellen) zu erreichen.

  2. Kann ich den Wassermelder von Crow mit der Powerkontroll – Steckdose und den Huawei Feuermeldern kombinieren, wenn ich eine Fritz Box 7490 habe? Ließe sich eine Schaltung Wassermelder meldet, Steckdose der Waschmaschine wird abgeschaltet mit diesen Komponenten realisieren?

    Mit Dank für die Mühe und freundlichen Grüßen
    Roland Hack

    1. Theoretisch ja, praktisch fehlen mir dazu die entsprechenden Geräte. Das es theoretisch funktioniert sieht praktisch manchmal ganz anders aus. Was auf jeden Fall geht ist das Ganze mit IP-Symcon als zentrale Steuersoftware zu realisieren. Was die Feuermelder mit der Überschwemmungsabschaltung der Waschmaschine zu tun haben ist mir nicht so ganz klar 😉

  3. Jetzt 2018 wenn ich Google: CR-DU-TMP kaufen oder CR-DU-TMP buy kommt nichts raus.

    Hm… 2015 … Klar die AVM Steckdose 210 hat einen Temp Sensor für ca. 50 € aber wenn ich nach günstigeren Alternativen suche die Temperatur zu messen und an eine Fritz box anzubinden werde ich heute in 2018 immer noch nicht fündig.

    Wie es um Wassermelder / Licht (Dämmerungs) Melder / Rauchmelder / Glasbruchmelder / Tür/Fenster Sensoren steht hab ich dann schon nicht mehr probiert und werde wohl weiter warten auf die angepriesenen DECT ULE Geräte die mein Haus sicher machen werden in (scheins sehr) ferner Zukunft. 🙁

    Das Zeugs muss „bezahlbar“ und lieferbar werden, dann kommen auch die Hausbesitzer (mit Fritzbox Basestaqtions und andere) die die Sensoren kaufen und verbauen. Aber nicht lieferbar oder 100€ pro Fenster, da freuen sich doch nicht die Einbrecher das der Hausbesitzer sich das sicher nicht leisten kann.

    1. Tja, das ist leider bei Hausautomationsgeräten häufiger so, tolle neue Techniken, die mit viel Tamtam angekündigt wurden verschwinden sang und klanglos vom Markt oder setzen sich nicht auf breiter Front durch. Ganz so schlimm wie im Kommentar dargestellt ist es aber auch nicht, so kostet der DECT ULE Fenstersensor von Gigaset zurzeit 39 Euro. Sicherlich immer noch kein Schnäppchen, aber durchaus auf einem Preisniveau mit anderen Smarthome-Anbietern. Trotzdem sehe ich das genau so wie Ralf, die Verbreitung ist nach über zwei Jahren nicht wirklich groß. Ich würde in meinem Haus auch nicht auf DECT ULE setzen.

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