Die Spur der Bitcoins

Bitcoins

Bitcoin-Transaktionen galten bis vor kurzem als relativ sicher anonymisiert. Laut einer aktuellen Veröffentlichung der Universität Luxemburg lassen sich sowohl die Bitcoin-Transaktionen, als auch die zu jeder Transaktion gehörende IP-Adresse mit vertretbarem Aufwand ermitteln. Forscher des „Laboratory of Algorithmics, Cryptology and Security“ der Universität Luxemburg haben nachgewiesen, dass Bitcoin die IP-Adresse des Benutzers nicht ausreichend schützt. So lassen sich in Echtzeit die Transaktionen den Benutzern zuordnen. Der Aufwand hierfür beschränkt sich auf einige Computer und die Kosten für eine ausreichende Anbindung an das Internet.

Das Bitcoin-Netzwerk verbirgt die Identität des Nutzers hinter einem verschlüsselten Pseudonym, welches beliebig gewählt werden kann. Gerade die Anonymität des Geldverkehrs bei Zahlungen mit Bitcoin war für viele ausschlaggebend für die Nutzung dieser Kryptowährung. Da das Bitcoin-Netzwerk nicht von einer zentralen Instanz verwaltet wird, sondern als Peer-to-Peer-Netzwerk aufgebaut ist, kann jeder Benutzer sich dem Netzwerk anschließen und auch Rechnerkapazität zur Abwicklung von Transaktionen zur Verfügung stellen.

Was sind Bitcoins?

Bitcoin ist eine virtuelle Währung, die sich zunehmender Beliebtheit erfreut. Diese Kryptowährung ist die erste die es aus der virtuellen in die reale Welt geschafft hat. Heute kann man in vielen Onlineshops damit bezahlen, sich aber auch in der Kneipe um die Ecke ein Bier damit kaufen. Durch die Bankenkrise erfreute sich Bitcoin steigender Beliebtheit, da es keine zentrale Instanz benötigt, um das Geld zu verwalten. Die Geldmenge ergibt sich aus dem Algorithmus hinter Bitcoin und der Wechselkurse basiert unbeeinflusst auf Angebot und Nachfrage. Der Wert eines Bitcoins betrug am Allzeithoch im November 2013 ungefähr 800 EUR, heute hat sich der Wert eines Bitcoins bei etwas 300 EUR eingependelt.

 

 

2 comments on “Die Spur der Bitcoins

  1. Das Interesse an Bitcoins steigt ja immer weiter an. Es bleibt jedoch abzuwarten, ob sich diese digitale Währung auch auf Dauer auf den Markt festigen kann oder ob diese früher oder später wieder durch eine neue digitale Währung ersetzt wird.

  2. Der ganz große Hype um Bitcoins hat sich schon etwas länger gelegt. Alternative Kryptowährungen gibt es ja inzwischen auch reichlich. Die Frage für mich ist eher, ob eines der elektronischen Zahlungsmittel den Sprung von einem risikoreichen und überbewerteten Anlageobjekt zu einem universell einsetzbaren Zahlungsmittel schafft.

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