Apples Mauersegler wird flügge

Mauersegler

 

Apple, bisher nicht als sehr Open-Source freundlich bekannt, will bis Ende 2015 seine Programmiersprache Swift (zu deutsch: Mauersegler) unter eine Open-Source-Lizenz stellen. Auf der hauseigenen Entwicklerkonferenz Worldwide Developers Conference (WWDC) kündigte Apple nicht nur die neue Version 2.0 der Programmiersprache an, sondern ließ auch mit wenigen dürren Worten die eigentliche Neuerung, den Schwenk in Richtung Open-Source aus dem Sack. Ebenfalls neu herauskommen soll eine Linuxversion der objektorientierten Programmiersprache. Von dem Strategiewechsel wird Swift auf jeden Fall profitieren, da sich durch diesen Schritt auf jeden Fall die Entwickler-Community vergrößern wird. Warum es zu diesem Sinneswandel bei der Firma aus Cupertino gekommen ist kann nur gemutmaßt werden. Vielleicht ist es eine kurzfristige Reaktion auf die Ankündigung von Microsoft .NET für Linux zu portieren und ebenfalls unter eine Open-Source-Lizenz zu stellen. Welches Open-Source-Modell zum Einsatz kommen soll ist noch nicht bekannt.

Wer sich selbst einmal mit Swift beschäftigen möchte, sollte auf den Developer-Seite von Apple vorbeischauen.

Erst letztes Jahr hat Apple auf der WWDC 2014 seine neue Programmiersprache vorgestellt. Swift ist objektorientiert und bietet Mechanismen wie z. B.  Klassen, Vererbung, Closures, generische Typen, Namensräume und multiple Rückgabewerte. Laut eigenen Angaben soll Swift bis zu 2,6 x schneller als Objective-C und bis zu 8,4 x schneller als Phyton 2.7 sein. Die Apps einiger bekannter Firmen wie Getty Images, LinkedIn oder Yahoo Weather wurden ganz oder teilweise in Swift geschrieben. Die neue Version 2.0 soll neue Funktionen beinhalten unter anderem ein Fehlerbehandlungssystem, das in der ersten Version noch fehlte. Außerdem soll die Kompilierzeit deutlich gesunken sein.

Foto: By Alan Manson CC BY-SA 2.0

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