MAX! Heizungssteuerung

MAX Komponenten

Auf den ersten Blick wirkt das MAX!-System wie der kleine Bruder von Homematic, kein Wunder diese Lösung stammt auch vom Hersteller e-Q3. Das MAX!-Smarthome-System steuert ausschließlich die Heizung und bringt nur dafür Sensoren und Aktoren mit. Die Kommunikation läuft im 868 MHZ ISM-Band ab und ist dank Bidirektionalität störungssicher.

Die Anzahl der Sensoren ist überschaubar, Tür-/ Fenstersensoren, eine Zentrale, eine Schaltsteckdose als Bausatz, ein Wandschalter und drei verschiedene Heizungsregler. Die beiden billigeren Heizungsregler lassen sich nur über die Zentrale konfigurieren, die teuerste Variante (MAX! Elektronischer Heizkörper-Thermostat+) läßt sich auch standalone betreiben.

Ausschließlich Heizungsregelung

eq3 max thermostat

Man kann zwar nur die Heizung mit dem MAX!-System steuern, das aber sehr komfortabel und out-of the-box. Dazu wird die Lan-Cube genannte Zentrale in das heimische LAN eingebunden. Danach noch die Software von der Webseite www.max-portal.elv.de herunterladen und starten. Die Software stellt einen Webserver im lokalen Netzwerk zur Verfügung, die Steuerung und Konfiguration, kann danach von einem beliebigen Gerät im Netzwerk erfolgen, das einen Browser besitzt. Beim ersten Start sucht die Software nach allen MAX! Sensoren und Aktoren, die man dafür nur in den Anlernmodus versetzen muss. Sind alle Steuerungs-Komponenten angelernt, kann man Sie über die intuitiv zu bedienende Oberfläche einfach steuern.

Software ELV MAX

Wer möchte, kann seine Heizung auch per App (für iOS und Android kostenlos verfügbar) fernsteuern. Dafür benötigt man einen kostenlosen Account im MAX!-Portal. Die Daten werden dann über einen Server der Firma ELV bereitgestellt.

Schwachstellen

Das MAX!-Funksystem hat wenige bekannte Schwachstellen:

  • Die Geräte sind beim Anlernen manchmal etwas zickig. Da sie die Kopplung mit Ihrer Zentrale eigentlich nie vergessen braucht man aber maximal einmal etwas Geduld.

Einstiegskosten

Zentrale mit einem Heizungsthermostat: ca. 65 EUR
Zentrale mit zwei Heizungsthermostaten und zwei Tür-/Fenstersensoren: ca. 125 EUR

Fazit

Wer nur seine Heizung nachträglich automatisieren möchte, findet mit dem MAX!-System ein gut funktionierendes und einfach zu konfigurierendes System, das nicht zu teuer ist. Sollte das intelligente Haus nachträglich mit noch mehr Funktionen ausgerüstet werden, so geht das nur mit anderen Systemen. Eine übergreifende Steuerung ist aber durch die einfache Integrationsmöglichkeit in eine Steuerungssoftware wie beispielsweise OpenHAB oder FHEM möglich. Das Produkt ist schon seit mehreren Jahren auf dem Markt und hat keine bekannten Kinderkrankheiten mehr. Einziger Wermutstropfen ist, dass man bei der Fernsteuerung nicht direkt auf seine Haussteuerung zugreifen kann, sondern immer auf einen externen Server angewiesen ist.

Uni- oder Bidirektional Bidirektional
Routing
+=ja, -=nein
Batterielebensdauer bei den meisten Komponenten ca. 2 Jahre
Geschwindigkeit der Übertragung
+++=sofort, ++=keine Verzögerung erkennbar, +=minimale Verzögerung,
-=Verzögerung deutlich erkennbar, –=man braucht schon Geduld, —=für direkte Schaltaufgaben unbrauchbar
+
Größe der Komponenten
+++=sehr klein, ++=klein, +=gerade ausreichend für versteckten Einbau,
-=nicht mehr ausreichend für Schalter-/Abzweigdosen, -=gerade noch unauffällig anbringbar, —=deutlich sichtbar
++
Anzahl der verfügbaren Sensoren und Aktoren
+++=sehr große Auswahl, ++= große Anzahl, +=ausreichend für alle normalen Automatisierungsaufgaben,
-= einige Anwendungsbereiche fehlen, –=nur für sehr wenige Anwendungen einsetzbar, —=nur für eine spezielle Aufgabe
– (ca. 10)
Steckdose: +
Schalter: +
Dimmer: –
Fernbedienung: –
Bewegungsmelder: –
Heizung: +
Wettersensoren: –
Eigene Zentrale
++=verschiedene Zentralen, +=eine Zentrale,
-=keine Zentrale nur mit externer Software oder als direkte Fernsteuerung nutzbar
+
Anbindung an externes Steuerprogramm +++
IP-Symcon: +
FHEM: +
OpenHAB:+
Preis
+++=sehr niedrig, ++=niedrig, +=normal,-=etwas gehobenes Preisniveau,
–=deutlich gehobenes Preisniveau, +++=eigentlich zu teuer für Hausautomation
++

Foto: Boris Kohnke


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